Semantische Web-Wahlforschung
Zeit für eine innovative Form der Markt-und Meinungsforschung: Web-basiert, schnell, preiswert und effektiv: mehr.... Wahlprognose, abgeleitet aus den Ergenissen der Web-Forschung:
Anmerkungen:
21. - 27.09.09: Die letzte Woche vor den Wahlen ... Wie steht es um die Koalitionsmöglichkeiten der Parteien? Ist die SPD noch eine Volks-Partei? Und ist die FDP auf dem Weg dazu?Juni / August / September 2009: Wie definiert man eine Volkspartei? Historisch gesehen, ist die SPD unstrittig eine Volkspartei. Definiert man eine Volkspartei allerdings danach, wie gross ihr Anteil an dem von den im Bundestag vertretenen Parteien reprasentierten Meinungsspektrums zu einer bestimmten Zeitphase ist, dann lag die SPD im Juni, unter der Annahme, dass das Internet dieses Spektrum widerspiegelt, nach CDU und der FDP, auf der Ebene von Bundestag, Fraktion, Landes- und Kreisverbänden, lediglich auf dem dritten Platz. Mit der näherkommenden Bundestagswahl erwies sich das als ein ziemlich ausgeglichenes Kopf-an-Kopf Rennen zwischen SPD und FDP, mit leichten Vorteilen zugunsten der SPD:
Auch wenn die oben gestellten Fragen erst nach Beobachtung einer längeren Zeitphase beantwortbar sind: Dieses Maß der inhaltlichen Übereinstimmung lässt sich als Ausdruck der Koalitions -Vorstellbarkeit aus Sicht der WebCommunity, und in diesem Sinne einer erwünschten zukünftigen Regierungsbeteiligung der jeweiligen Partei, aus derzeitiger Sicht, interpretieren. Vermutlich die programmatische Offenheit des Wahlkampfs von Angela Merkel machte die CDU/CSU zur Partei mit den mit Abstand höchsten inhaltlichen Übereinstimmungen mit allen anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Auch wenn diese mit dem Herannahen des Wahltermins, und dem damit verbundenen Profilierungsdruck der Parteien, im letzten Vierteljahr vor der Wahl abnahm, blieb dies bestehen. Nimmt man die Regierungsbeteiligung von CDU/CSU nach der nächsten Bundestatgswahl als gegeben an, dann lagen die Chance der FDP zu einer Regierungsbeteilgung im Juni noch bei 38%, und die der SPD bei 35%. Bis zu den Landtagswahlen im August, nach den zunehmenden programmatischen Abgrenzungen von CSU und FDP, reduzierte sich die Wahrscheinlichkeit einer Regierungsbeteiligung der FDP auf Bundesebene, aus Sicht der Gemeinsamkeiten, um 7% auf 31%, und reduzierte sich damit um fast ein Fünftel, wähend die der SPD auf 34% stiegen. In der letzten Woche vor den Wahlen liegen FDP und SPD gleichauf mit jeweils 32%. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Zwei-Parteien Regierungsbildung (CDU/CSU mit der SPD, oder mit der FDP) im nächsten Bundestag von 66% auf 58% abnahm, ist und blieb die Zwei-Parteien Lösung, nach den ermittelten inhaltlichen Anknüfpfungsmöglichkeiten zwischen den Parteien, die mit Abstand vorstellbarste Ausgangs-Variante der Bundestags Wahl 2009. Die Daten zu den inhaltlichen Übereinstimmungen entstammen aus von artebis am 11.06.09, 28.08.2009 und 21.09.2009 im Eigenauftrag durchgeführten, semantischen Korrespondenz-Analysen über jeweils insgesamt mehr als 12.5 Millionen Web News, Foren, Blogs und WebSeiten -Einträgen.
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